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WM Städte 2006 in Deutschland
Leipzig
Geschichte bis heute
Leipzig
erhielt seine Stadt-und Marktrechte im Jahr 1165, die Entwicklung der Stadt zur
Handels-und Messemetropole begann. Als Kaiser Maximilian der Stadt Leipzig 1497
das Reichmesseprivileg bescherte, begann am dem 16. Jahrhundert eine Blütezeit.
Unter August dem Starken wurde Leipzig zum wirtschaftlichen Zentrums Sachsens
und erlebte einen zweiten großen Aufschwung. Das Romanua-und Fregehaus zeugen
ebenso von dieser Epoche wie die alte Hansebörse.
Anfang des 20. Jahrhunderts ist Leipzig die
Messemetropole schlechthin. Es wird das Konzept der Mustermesse entwickelt und
erfolgreich umgesetzt. Die alten Handels-und Messehäuser prägen noch heute das
Gesicht der Innenstadt Leipzigs. Ob Durchgangshöfe wie Barthels Hof, oder die
alten beziehungsweise neuen Messehäuser wie das städtische Kaufhaus und der
Zentralmessepalast, die meisten Gebäude spiegeln den Reichtum und die Macht des
Handels in früheren Epochen wieder. Neben den Messehäusern ist Leipzig bekannt
für seine wunderschönen Passagen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es 44
davon. In den letzten Jahren wurden viele Passagen aufwendig restauriert und
erstrahlen in neuem Glanz: Mädler Passage, Strohsack, Barthels oder Specks Hof,
überall trifft man berühmte Namen und historische Gebäude.
Shopping
Heute laden viele kleine und
exklusive Geschäfte gepaart mit außergewöhnlicher Gastronomie zum Stöbern,
Einkaufen und Verweilen mit besonderem Flair ein. Bekannt geworden ist Leipzig
aber auch als Stadt der Wende, des Umbruchs, des Neuanfangs. Im Zentrum von
Leipzig hatte die friedliche Revolution ihren Ursprung im Jahr 1989. Heute ist
dieser Neuanfang an allen Ecken Leipzigs spürbar. 1994 begann das Modehaus Peek
& Cloppenburg mit seiner Neueröffnung an der Peterstraße den Start zur
Entwicklung Leipzigs zur Einkaufshauptstadt Mitteldeutschlands. Der erste privat
finanzierte Neubau eines Kaufhauses nach der Wende war zugleich der Beginn für
weitere Projekte. Dabei entstanden auch die Strohsack-Passage und der
Petersbogen mit Burgplatz-Passage neu. Kontrast zu den großen Kaufhäusern bieten
kleine Geschäfte und Boutiquen, die überall in Leipzig zu finden sind. An
historischer Stelle am Leipziger Markt entsteht Quadratmetern eine neue
Marktgalerie, allein auf 11.000 Quadratmetern wird das Bekleidungshaus
Breuninger zu finden sein. Abgestimmt auf die historische Bausubstanz des
Marktes wird das alte Passagensystem mit in die Objektstruktur aufgenommen und
bildet einen weiteren Höhepunkt in der weitern Entwicklung der City zum
Service-und Dienstleistungszentrum. Neben 350 Geschäften und 250 gastronomischen
Einrichtungen bietet Leipzig eine breit gefächerte Kulturszene. Vom Gewandhaus,
Oper und Schauspiel über Kabaretts, Varietes und Clubs bis hin zum weltberühmten
Thomanenchor ist in Leipzig für jeden kulturellen Geschmack das Richtige zu
finden.
Die Kneipenmeile
Höher schlägt das Herz der Gäste
beim Besuch der Kneipenmeile "Drallewatsch", 1996 von zwei Dutzend Leipziger
Wirten gegründet. Das Areal umfasst den Richard-Wagner-Platz und Burgplatz
einschließlich großer und kleiner Fleischgasse, Matthäikirchhof, Barfußgässchen,
Klostergasse, Thomaskirchhof und Burggasse. Dich an dicht drängen sich die
Menschen an den Theken der zahlreichen Bars, Kneipen und Gaststätten. Das von
den Leipzigern scherzhaft genannte "Bermuda-Dreieck" mit mehr als 30
gastronomischen Betrieben hat schon reichlich "Verschollene" zu verzeichnen. Ein
Bummel über den "Drallewitsch" gehört zum absoluten Muss beim Besuch in Leipzig.
Auf der Kneipenmeile geben sich Messetradition, Gastronomie und Kultur die Hand:
Neben bedeutenden Museen wie dem Kaffeemuseum, dem sächsische Apothekenmuseum
oder dem Bach-Museum befinden sich hier die Innenhöfe von Weber oder das
Becksche Haus der Paulaner Restaurants. Hier wird jedes Jahr Sommertheater
geboten, Wein und Kultur lassen sich hervorragend verbinden. Stark frequentierte
Szene-Treffs sind "Markt Neun", "Sacharow", "100 Wasser", "Bellinis", "Zigarre"
und "SPIZZ". Aber auf dem "Drallewatsch" findet man auch eine
Gastronomie-Geschichte, die ihresgleichen in Deutschland sucht. Leipzigs
Historie bietet ein "Who is who" deutscher Geistesgrößen, die hier regelmäßig
verkehrten. Besonders das älteste Kaffeehaus Deutschlands "Zum arabischen Coffe
Baum" erfreute sich prominenten Zuspruchs. Neben Goethe, Lessing, Wagner und
E.T.A. Hoffmann traf sich hier Robert Schumann mit seinen Freunden. Aber auch
Helmut Kohl und Kanzler Gerhard Schröder waren bereits zu Gast im
traditionsreichen Cafe-Restaurant.
FIFA WM 2006TM
"Die Welt zu Gast bei Freunden - a time to
make friends" unter diesem Motto wird das sportbegeisterte und gastfreundliche
Leipzig 2006 Besucher aus aller Welt empfangen. Die Vorbereitungen für das
internationale Spitzenereignis laufen bereits jetzt. Das Zentralstadion, ehemals
größte deutsche Sportarena mit Platz für 100.000 Zuschauer, ist zu einer
hochmodernen Fußballarena umgebaut worden. Es bietet nun Platz für 45.000
Zuschauer und bietet optimale Bedingungen. Davon überzeugte sich bereits Franz
Beckenbauer, Präsident des deutschen Organisationskomitees 2006. "Eine geniale
Idee war es, das neue Stadion in das alte hinein zu bauen", fand Kaiser Franz.
Einwohner:
494.000 Stadion:
Zentralstadion Maßnahme: Neubau Kapazität
2006: 42.600 Sitzplätze Kosten: ca. 91 Millionen
Euro
Das neue Stadion wurde innerhalb des alten hineingebaut. Insgesamt
werden fünf Begegnungen bei der FIFA WM 2006TM
in Leipzig ausgetragen.
(c) Stadt Leipzig (c) Foto Stadion:
picture-alliance / dpa
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