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Hannover - WM Städte 2006 in Deutschland
Hannover
Niedersachsens Hauptstadt
Hannover
ist bekannt als Messe-und Kongressstadt, Stadt im Grünen mit königlicher
Geschichte und als Schauplatz der ersten Weltausstellung Deutschlands im Jahr
2000. Über 10 Millionen Besucher schauten sich das Spektakel der Expo an.
Geschichte
Vor dem zweiten Weltkrieg besaß
Hannover einen großen Altstadtkern mit eng aneinander gebauten Fachwerkhäusern
in engen Gassen. Zum Teil stammten die bauten noch aus dem Mittelalter, die
Leute wohnten unter sehr schlechten Lebensbedingungen. Viele Hannoveraner sahen
in der Altstadt ein Viertel der Halbwelt und des Verbrechens. Der historische
Wert der Altstadt wurde nur von wenigen Menschen erkannt. Die Altstadt reichte
in früheren Jahren vom Steintor bis zum Aegidientorplatz und ist heute nur noch
an ihrem typisch-elliptischem Grundriss zu erkennen. Nach den Feuerstürmen im
zweiten Weltkrieg war die Altstadt nahezu völlig zerstört, man zählte lediglich
40 einigermaßen erhaltene Bauten. Von den übrigen erhaltenen Gebäuden wurden
Ende der 50er einzelne Fassaden in dieses Gebiet versetzt, es entstand eine
"Traditionsinsel". Abseits des neu errichteten Altstadtkerns steht das älteste
Haus Hannovers, erbaut im Jahr 1566. Ganz in der Nähe das älteste Gotteshaus von
1333, der bescheiden gotische Bau der Kreuzkirche.
Zum Ballhofsplatz gelangt man durch
die Kreuzstraße, die zumindest noch durch ihre Enge an das historische Hannover
erinnert. Der Ballhof war ursprünglich eine Sporthalle, in der man schon vor
vielen Jahren ungestört von Wind und Wetter eine Art "Federball" spielen konnte.
Der Ballhof wurde später eine Versammlungshalle und noch später Spielstätte des
niedersächsischen Staatstheaters. Das Leineschloss ist heute Residenz des
niedersächsischen Landtages und war in früheren Zeiten königliche Residenz. Das
Schloss findet seine Gründerjahre in einem um 1200 gebauten Franziskanerkloster.
1943 brannte es völlig aus, nur der Säulenvorbau blieb einigermaßen erhalten.
Beim Wiederaufbau entstand ein moderner Plenarsaal anstelle des zerstörten
Seitenflügels.
City und Shopping
Kommt man aus dem Hauptbahnhof Hannover und
geht über den Ernst-August-Platz, befindet man sich schon fast in der City.
Diese ist ziemlich groß für eine 500.000-Einwohner-Stadt. Nach den
Kriegsverwüstungen musste fast alles in der Innenstadt wieder aufgebaut werden.
Die Bahnhofstraße führt vom Ernst-August-Platz direkt ins Zentrum und ist eine
Fußgängerzone "auf zwei Ebenen" geworden. Seit 2002 kann man auch "unten" in der
Niki-de-Sant-Phalle-Promenade flanieren. Ein Muss für jeden Besucher Hannovers
ist der "Kröpcke". Hannovers zentralster Platz ist nach einem geschäftstüchtigen
Oberkellner des Traditionscafes benannt, heute Mövenpick. Verabreden tut man
sich in Hannover entweder "unterm Schwanz" (Das Denkmal vor dem Hauptbahnhof)
oder an der Kröpcke-Uhr. Hier kreuzt die nur einseitig bebaute Georgstraße, die
dafür um so schickere Geschäfte hat. Auf dieser echten Flaniermeile trifft man
sich an Sommersonntagen zum "Schorsenbummel". Geht man auf der Georgstrasse am
Kröpcke in die andere Richtung, erreicht man direkt die Fußgängerzone, die mit
ihren kleinen Querstraßen und vielen Geschäften ebenfalls zum Shoppen einlädt.
In der Altstadt nahe des Steintors befinden sich urige Kneipen und interessante
kleine Geschäfte.
"Grüne Lunge"
Stolze 650 Hektar Wald mitten in
einer Großstadt sind einzigartig in Europa. Die Eilenriede, selbst der berühmte
Hydepark in London kann da nicht mithalten, ist die "grüne Lunge" von Hannover.
Stolz sind die Hannoveraner auf "ihre" Eilenriede, die ihnen 1371 von den
Herzögen Wenzeslaus und Albrecht von Sachsen geschenkt wurde. Früher wuchsen auf
dem Grund überwiegend Erlen (Ellern), denen der Wald auch den Namen verdankt.
Aus Ellernried wurde später Eilenriede. Heute findet man in dem riesiegen
Stadtwald hauptsächlich Eichen und Rotbuchen, aber auch Kiefern sind zu finden.
Traditionelle Gartenkunst findet man in den Herrenhäuser Gärten. Verschieden
angelegte Gärten verbergen die hohe Kunst des Gartenbaus, gegründet wurden sie
1666 vom Callenberger Herzog Johann Friedrich. Der weitere Ausbau und die Pflege
gehen jedoch auf eine bemerkenswerte Frau zurück: Sophie, Kurfürstin von
Hannover und Mutter des ersten Hannoveraners auf dem englischen Thron.
Tiergarten und Zoo
Zu den beliebtesten
Freizeitangeboten Hannovers zählt der Tiergarten. Der 112 Hektar große
Erholungswald lockt mit seinem Wildbestand im Sommer und Winter zahlreiche
Besucher an. Die Landeshuptstädter verdanken den Tiergarten Herzog Johann
Friedrich, der ihn 1678 für die Hofjagd anlegen ließ. Neben Damwild begegnet man
heute vor allen Dingen Wildscheinen und Rehen. Der Tiergarten beherbergt auch
zahlreiche Vogelarten und selten Fledermäuse. Als EXPO-Projekt präsentiert sich
der Zoo Hannover mit einem völlig neuen Konzept.
Mit den Attraktionen wie
Gorilla-Berg, dem Dschungelpalast oder Meyers Hof setzt der Zoo Zeichen für eine
artgerechte, attraktive und lebensnahe Erlebniswelt. FIFA WM 2006TM "Hannover ist im Vergleich zu den übrigen WM-Spielorten
sehr weit. Hier machen sich die EXPO-Investitionen bemerkbar," so Dr. Karl-Geert
Kuchenbecker, Sprecher und Koordinator der Bundesländer sowie Berater des
Fifa-Organisationskomitees. Die Finanzierung und rechtzeitige Fertigstellung der
Verkehrsinfrastruktur ist gesichert. "Hiermit wird nicht nur der Zeitplan
eingehalten, sondern auch die bundesweite Spitzenstellung unter den 12
WM-Standorten weiter ausgebaut", so ein Sprecher des Verkehrsministeriums.
Einwohner:
525.000 Stadion:
Hannover Maßnahme:Umbau Kapazität 2006:
45.000 Sitzplätze Kosten: ca. 64 Millionen Euro
Die
Stadt Hannover, auch schon Austragungsort der WM 74 und EM 88 erhält fünf Spiele
bei der FIFA WM 2006TM. Im Sommer 2004 bekommt
die Arena noch ein neues Dach, eine neue Flutlichtanlage und
Rasenheizung.
(c) Stadt Hannover (c) Foto Stadion:
picture-alliance / dpa
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